Von den Gleisen der bekannten Transsibirischen Eisenbahn bis zu den malerischen Wasserwegen wie der Wolga verfügt Russland über ein umfangreiches Netzwerk von Transportmöglichkeiten. Diese spielen eine wichtige Rolle für die nationale und internationale Mobilität in diesem großen Land. Besonders für Touristen ist es wichtig, sich schnell und effizient fortbewegen zu können, und aus diesem Grund bietet Russland auch Hochgeschwindigkeitsverkehrsmittel an, um Reisenden ein zügiges Erreichen ihrer Ziele zu ermöglichen.

Verkehrsträger in Russland

Russland, ein föderaler Staat, erstreckt sich über Osteuropa und Nordasien und beinhaltet die Exklave Kaliningrad in Mitteleuropa. Die Hauptstadt Moskau, eine bedeutende Metropole, ist als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum weltweit bekannt.

Mit einer Fläche von etwa 17 Millionen Quadratkilometern nimmt Russland den Spitzenplatz als flächenmäßig größtes Land der Erde ein. Die Bevölkerung von etwa 144,5 Millionen Menschen spiegelt die reiche Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Traditionen wider, die in diesem facettenreichen Land existieren.

Russland zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an. Im Jahr 2019 besuchten beinahe 14,7 Millionen Reisende das Land, um seine faszinierende Geschichte, vielfältige Kultur und beeindruckende Landschaften zu erleben. Die bevorzugten Verkehrsmittel der Reisenden sind dabei das Flugzeug, der Zug und das Auto.

 

Hochgeschwindigkeitsverkehr in Russland

Russland setzt verstärkt auf den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs mit modernen Schnellzugstrecken. Diese Infrastrukturprojekte, die verschiedene Städte des Landes verbinden, sind Teil der Bemühungen, die Effizienz im Transportwesen zu steigern und die wirtschaftlichen Verbindungen zu stärken.

Anzahl der Passagiere im HGV in Russland 2016-2019 (in Mio) 

Geschichte

In den 1970er Jahren begann Russland mit experimentellen Zugprojekten, um den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu erforschen. Trotz vielversprechender Ideen scheiterte der reguläre Betrieb des "Sokol-350" in dieser Ära. In den 1990er Jahren wurden aufgrund wirtschaftlicher Probleme und des Zusammenbruchs der UdSSR geplante Hochgeschwindigkeitsprojekte nicht realisiert. Die 2000er Jahre brachten Modernisierung, internationale Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Siemens und die Einführung von Zügen wie dem Allegro und dem Sapsan. Der Sapsan verkürzte 2009 die Reisezeit zwischen Moskau und St. Petersburg auf 3 Stunden 30 Minuten. In den 2010er Jahren wurden weitere Fortschritte erzielt, darunter der Start des Allegro-Zugs und Planungen für die Strecke Moskau-Kasan. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr wurde durch die Einführung von Zügen wie "Strizh" und "Lastochka" erweitert. Bis 2030 plant Russland den Ausbau des Schienennetzes um 4000 km Hochgeschwindigkeitsstrecken, um die Konnektivität und Effizienz zu verbessern.



Streckennetz und wichtige Bahnhöfe

Der russische Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) hat in den letzten Jahren das Schienennetz auf etwa 1948 Kilometer erweitert. Es gibt keine speziellen Hochgeschwindigkeitsstrecken über 300 km/h, und die vorhandenen Züge, wie der Sapsan, erreichen maximal 300 Stundenkilometer. Diese Züge sind besonders robust gegenüber extremen Wetterbedingungen, mit einer 50 Zentimeter dicken Isolierung im Vergleich zu europäischen Hochgeschwindigkeitszügen mit 25 Zentimeter Isolierung.

Russische Eisenbahn (RŽD)

In Bezug auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) in Russland fungiert RŽD als der dominierende Anbieter und betreibt diverse Züge auf bedeutenden Strecken. Hierzu zählen besonders bekannte Hochgeschwindigkeitszüge wie der "Sapsan", "Allegro", "Lastochka" und "Strizh".

Hochgeschwindisgkeitszüge im Land 

Sapsan


Allegro


Lastochka

 


Strizh




Verfasst von A. Sude Tahmaz